VERGANGENE VERANSTALTUNGEN

Dunkle Zeiten

Personen und ihre Handlungsspielräume während der NS-Zeit
Internationales Symposium 2024
26. und 27. Juni 2024, Ehemalige Synagoge Kobersdorf, Schlossgasse Kobersdorf

Alle Vorträge bei kostenlosem Eintritt

Vorprogramm Dienstag, 25. Juni 2024, Stadtschlaining

18:30 Kuratierte Führung durch die Sonderausstellung
Dunkle Zeiten. Von Tätern und Gerechten

mit Mag. Dieter Szorger
Burg Schlaining
Eintritt frei

Programm Mittwoch, 26. Juni 2024, Kobersdorf

10:30 Uhr Begrüßung
Alfred Lang, Burgenländische Forschungsgesellschaft

10:35 Uhr Eröffnung
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil

10:45 Keynote: Täter, Widerständler, Gerechte, stille Helfer: Vom Nutzen und Nachteil von Kategorisierungen
Frank Bajohr, Zentrum für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte in München

11:30 – 13.00 Panel I: Täter im NS-System
Chair: Gert Tschögl, Burgenländische Forschungsgesellschaft

Österreichische NS-Täter – ein Überblick
Kurt Bauer, Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung

NS-Netzwerke und ihre Handlungsspielräume am Beispiel des burgenländischen Gauleiters Tobias Portschy
Ursula Mindler-Steiner, Institut für Geschichte der Universität Graz

Otto Bovensiepen. Gestapoleiter im Schatten von Tobias Portschy
Alfred Lang, Burgenländische Forschungsgesellschaft

Reflexionsrunde

13:00 – 14:00 Mittagspause

14:00 – 15.45 Panel II: NS-Endphaseverbrechen
Chair: Dieter Szorger, Amt der Bgld. Landesregierung − Kultur und Wissenschaft

Endphaseverbrechen im Burgenland
Eleonore Lappin-Eppel, Österr. Akademie der Wissenschaften

Biografische Verstrickungen in NS-Endphaseverbrechen. Nikolaus Schorn
Michael Achenbach, Dokumentationsarchiv des österr. Widerstandes

Dr. Emilian Weymann – biographische Skizzen eines Mediziners zwischen „NS-Euthanasie“ und „Reichsschutzstellung“
Michael Hess, Amt der Bgld. Landesregierung − Landesbibliothek

Reflexionsrunde

15:45 – 16:00 Kaffeepause

16:00 – 17:45 Panel III: Schlepper und Schmuggler
Chair: Alfred Lang, Burgenländische Forschungsgesellschaft

„In die Schweiz eingereist über Feldkirch mit Bewilligung des Polizei Kommandanten St. Gallen“ – Flüchtlinge und Fluchthelfer an der österreichisch-schweizerischen Grenze 1938-1945
Barbara Häne, Jüdisches Museum Basel

Menschenschmuggel am Beispiel Nikitsch und Deutsch Jahrndorf
Michael Schreiber, Burgenländische Forschungsgesellschaft
Roman Kriszt, Regionalhistoriker

Reflexionsrunde

17:45 Abschlusskaffee

18:45 Uhr Abfahrt BAST Sammeltaxi zum Bahnhof Deutschkreutz

Programm Donnerstag, 27. Juni 2024, Kobersdorf

10:30 – 12:30 Panel IV: Widerstandsformen im NS-Regime
Chair: Michael Schreiber, Burgenländische Forschungsgesellschaft

Widerstandsformen im NS Regime
Gerhard Baumgartner, Historiker

Politischer Widerstand am Beispiel Deutschkreutz
Anton Fennes, Historiker

Hanna Sturm. Eine Burgenlandkroatin im (politischen) Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Marco Laubner, Historiker

Reflexionsrunde

12:30 – 14:00 Mittagspause

14:00 – 15:30 Panel V: Gerechte und stille Helfer
Chair: Michael Hess, Amt der Bgld. Landesregierung − Landesbibliothek

Der Begriff der Gerechten: Formen und Handlungsspielräume
Michael John, Historiker

Stille Helfer. Spektrum und Handlungsspielräume bei Hilfeleistungen für Jüdinnen und Juden im NS
Brigitte Ungar-Klein, Historikerin

Reflexionsrunde

15:30 – 16:00 Kaffeepause

16:00 - 17:00 Gedenken an die jüdischen Gemeinden des Burgenlandes
Oberrabbiner Jaron Engelmayer
Oberkantor Shmuel Barzilai
Herren bitte mit Kopfbedeckung (kann beigestellt werden)

17:00 Uhr Ausklang

17:45 Uhr Abfahrt BAST Sammeltaxi zum Bahnhof Deutschkreutz

Die Vorträge des Symposiums sind kostenlos zugänglich.

Information:
Michael Schreiber, Bgld. Forschungsgesellschaft,
michael.schreiber@forschungsgesellschaft.at

Veranstalter:
Amt der Burgenländischen Landesregierung
Abteilung 7 – Bildung, Kultur und Wissenschaft
Europaplatz 1, 7000 Eisenstadt
www.burgenland.at

Burgenländische Forschungsgesellschaft
Fachbereich Zeitgeschichte und politische Bildung
Domplatz 21, 7000 Eisenstadt
www.forschungsgesellschaft.at

Konzept und Idee:
Mag. Dieter Szorger, Amt d. Bgld. Landesregierung, Hauptreferat Kultur und Wissenschaft, dieter.szorger@bgld.gv.at
Alfred Lang, BA, Bgld. Forschungsgesellschaft, Fachbereichsleitung Zeitgeschichte und politische Bildung, alfred.lang@forschungsgesellschaft.at

In Zusammenarbeit mit Misrachi Österreich, Präsident Nechemja Gang
www.misrachi.at

Organisation:
Mag.a Jasmin Karnutsch, Amt d. Bgld. Landesregierung, Abteilung 7 - Bildung, Kultur und Wissenschaft, jasmin.karnutsch@bgld.gv.at
Klaudia Fritz, Amt d. Bgld. Landesregierung, Abteilung 7 - Bildung, Kultur und Wissenschaft, klaudia.fritz@bgld.gv.at
Michael Schreiber, Bgld. Forschungsgesellschaft, Fachbereich Zeitgeschichte und politische Bildung, michael.schreiber@forschungsgesellschaft.at

Impressum:
Burgenländische Forschungsgesellschaft | Research Society Burgenland
Domplatz 21, 7000 Eisenstadt
Telefon: 02628 66886| E-Mail: office@forschungsgesellschaft.at

Grafik und Webdesign:
Dr. Gert Tschögl, memoryprojects
www.memoryprojects.at

Kind sein im Holocaust

FILME ZUR ZEITGESCHCHTE in der ehemaligen Synagoge Kobersdorf
2., 9. und 16. Oktober 2023, ehemalige Synagoge Kobersdorf, Schlossgasse Kobersdorf

Alle Filmvorführungen bei kostenlosem Eintritt

Programm Montag, 2. Oktober 2023, 19:00

Die Verdrängten Toten: NS-Euthanasie in Mauer-Öhling
Dokumentarfilm von Alexander Millecker
Ö 2022
Länge 51 min
dt OF

Mindestens 30.000 Menschen wurden während der nationalsozialistischen Herrschaft in Österreich als „unwertes Leben“ qualifiziert und im Rahmen der NS-Euthanasie ermordet. Während Schloss Hartheim, die Landesnervenklinik Gugging und „Am Spiegelgrund“ (Steinhof) mittlerweile einer breiten Öffentlichkeit als Schauplätze nationalsozialistischer Medizinverbrechen bekannt sind, ist eine der zentralen Mordstätten weitgehend unerforscht: die Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling. Bis zu 2.400 PatientInnen wurden hier ermordet. Obwohl Mauer damit eine der grausamsten NS-Einrichtungen in der „Ostmark“ war, wird die Geschichte des heutigen Landesklinikums erst seit wenigen Jahren wissenschaftlich erforscht. In Form eines Dokumentarfilms wollen wir diese bisher unbekannte Geschichte erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Exemplarisch soll anhand der Biografien von Opfern, TäterInnen und „bystanders“ die verdrängte Geschichte dieses Ortes sichtbar und verstehbar werden. Den größeren Kontext für die Taten von Mauer-Öhling bietet eine Darstellung der „erb- und rassebiologischen“ Wahnvorstellungen des NS-Regimes vom „Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ bis zur so genannten Aktion T-4. (Nationalfonds)
Anschließend Podiumsdiskussion mit Dr. Philipp Mettauer (Historiker) und Alexander Millecker (Regie).

Programm Montag, 9. Oktober 2023, 19:00

Dem leben entgegen. Kindertransporte nach Schweden
Dokumentarfilm von Gülseren Şengezer
SWE/Ö 2019
Länge 90 min
dt/swe mit dt UT

Der Dokumentarfilm erzählt vom Schicksal von vier überlebenden Juden, die von ihren Eltern im Dritten Reich mit dem sogenannten „Kindertransport“ allein nach Schweden geschickt wurden, um sie vor dem nationalsozialistischen Terror zu retten — und ein Trauma erlebten. Bis heute leben sie mit dem Gefühl von Verlust, Einsamkeit, Entwurzelung und Schuld. Ihre Eltern haben sie meist nie wieder gesehen. Schweden gab nur 500 jüdischen Kindern Schutz. Eine Geschichte aus der nahen Vergangenheit, ein Zeichen für Hoffnung, das nicht in Vergessenheit geraten darf.

Programm Montag, 16. Oktober 2023, 19:00

Zwischen allen Stühlen – die Lebenswege des Journalisten Karl Pfeifer
Dokumentarfilm von Mary Kreutzer, Ingo Lauggas, Maria Pohn-Weidinger, Thomas Schmidinger, Daniel Binder-Lichtenstein
Ö 2008
Länge 87 min
dt OF mit engl UT

„In Österreich angekommen musste ich bei der Staatspolizei vorsprechen... Heimkehrer seien in Österreich nur die, die in der Wehrmacht bzw. in der Waffen-SS gedient haben.“
1938 flüchtet Karl Pfeifer als Zehnjähriger mit seiner Familie aus Österreich, zunächst nach Ungarn. Vier Jahre später erreicht er das damalige Palästina mit einem der letzten Kindertransporte des Hashomer Hatzair. Er lebt im Kibbuz, kämpft im Israelischen Unabhängigkeitskrieg und kehrt Anfang der 50er Jahre nach Österreich zurück, er starb im Jänner 2023 in Wien.
Dieser Film begleitet Karl Pfeifer an zentrale Orte seines Lebensweges. Orte, an denen er antisemitischen Angriffen ausgesetzt war. Orte, an denen er seine politischen Einstellungen schärfte. Seinen Lebenswegen zu folgen bedeutet jedoch auch den Bahnen und Verstrickungen des österr. Antiisraelismus zu folgen. (erinnern.at)
Anschließend Podiumsdiskussion mit Ingo Lauggas-Pohn (Regie).

Die Filme sind kostenlos zugänglich.

Veranstalter:
Amt der Burgenländischen Landesregierung
Abteilung 7 – Bildung, Kultur und Wissenschaft
Europaplatz 1, 7000 Eisenstadt
www.burgenland.at

Burgenländische Forschungsgesellschaft
Fachbereich Zeitgeschichte und politische Bildung
Domplatz 21, 7000 Eisenstadt
www.forschungsgesellschaft.at

Konzept und Idee:
Alfred Lang, BA, alfred.lang@forschungsgesellschaft.at
Michael Schreiber, michael.schreiber@forschungsgesellschaft.at
Dr. Gert Tschögl, tschoegl@memoryprojects.at

Organisation:
Mag.a Jasmin Karnutsch, Amt d. Bgld. Landesregierung, Abteilung 7 - Bildung, Kultur und Wissenschaft, jasmin.karnutsch@bgld.gv.at
Klaudia Fritz, Amt d. Bgld. Landesregierung, Abteilung 7 - Bildung, Kultur und Wissenschaft, klaudia.fritz@bgld.gv.at
Michael Schreiber, Bgld. Forschungsgesellschaft, Fachbereich Zeitgeschichte und politische Bildung, michael.schreiber@forschungsgesellschaft.at

Impressum:
Burgenländische Forschungsgesellschaft | Research Society Burgenland
Domplatz 21, 7000 Eisenstadt
Telefon: 02628 66886| E-Mail: office@forschungsgesellschaft.at

85 Jahre „Anschluss“

Die jüdischen Gemeinden des Burgenlandes aus lokalhistorischer Sicht
SYMPOSIUM aus Anlass des Gedenkjahres 1938-2023
28. und 29. Juni 2023, ehemalige Synagoge Kobersdorf, Schlossgasse Kobersdorf

Alle Vorträge bei kostenlosem Eintritt

Vorprogramm Dienstag, 27. Juni 2023, Stadtschlaining

19:30 Konzert mit Quattro Grammo
Manuel Jannach – Klarinette
Andrej Kos – Akkordeon
Felix Greilberger – Gitarre
Sandro Gutschi – Kontrabass
Quattro Grammo nehmen die ZuhörerInnen mit auf eine gemeinsame Reise durch verschiedene Zeitepochen und Stilrichtungen, wobei der rote Faden immer den feinen Klang der Klezmer Musik umwebt. (quattrogrammo.com)

Granarium, Burg Schlaining
Veranstalter: Verein Zukunft Schlaining
Eintritt 10 Euro

Programmänderung Mittwoch, 28. Juni 2023, Kobersdorf

10:30 Uhr Begrüßung
Alfred Lang, Burgenländische Forschungsgesellschaft

10:35 Uhr Eröffnung
Landeshauptmann Hans Peter Doskozil

10:45 Uhr Übergabe einer Menora und einer Faksimile des Totenbuchs aus Deutschkeutz
Eva Pap und Nechemja Gang

10:50 Uhr Dankesrede
Nechemja Gang, Präsident Misrachi

11:00 Uhr Gedenkrede
Oberrabbiner Jaron Engelmayer

11:30 Keynote: „Anschluss“ 1938 – Nationalsozialistische Machtübernahme in Österreich von außen, unten und oben
Em. Univ.-Prof. Dr. Gerhard Botz, Historiker

12:30 – 13:30 Mittagspause

13:30 – 15.00 Panel I: Der Weg ins Jahr 1938 im Burgenland
Chair: Gert Tschögl, Burgenländische Forschungsgesellschaft

Juden in Zentraleuropa und die Radikalisierung des Antisemitismus im und nach dem Ersten Weltkrieg
Gerald Lamprecht, Centrum für jüdische Studien, Universität Graz

Soziale, religiöse und sprachliche Hintergründe der politischen Lagerbildung im Burgenland 1921-1938
Gerhard Baumgartner, Historiker

Reflexionsrunde

15:00 – 15:30 Kaffeepause

15:30 – 16.15 Panel II: Jüdisches Leben im Burgenland vor 1938
„Tag der Sieben Gemeinden“ (Misrachi Österreich)

Chair: Michael Schreiber, Burgenländische Forschungsgesellschaft

Jüdisches Leben im Burgenland
Milka Zalmon, Historikerin, Israel
Wegen kurzfristiger Absage wird Michael Schreiber den Vortrag lesen

Jüdische Jugend in Eisenstadt zur Amtszeit von Rabbiner Esriel Hildesheimer (1851–1869)
Chaya-Bathya Markovits, Historikerin, Israel

Reflexionsrunde

16:15 – 16:30 Kaffeepause

16:30 – 17:30 Uhr Führung durch die Ausstellung: „Für das Kind – Museum zur Erinnerung“
Nach einer Idee von Rosie Potter und Patricia Ayre, Organisation: Milli Segal

Von Dezember 1938 bis August 1939 wurden über 10.000 jüdische Kinder aus Österreich, Deutschland und der Tschechoslowakei zum Schutz vor dem Nazi Regime nach Großbritannien gebracht.
Die Ausstellung zeigt in Form von Köfferchen die wenigen persönlichen Dingen, die die Kinder mitnehmen durften. Diese Gegenstände waren oft die letzte Erinnerung, die Kinder mit ihren Eltern verband.
Mehr als zwei Drittel der geretteten Kinder haben ihre Eltern nie wiedergesehen.

17:45 Uhr Abfahrt Sammeltaxi zum Bahnhof Deutschkreutz

Programm Donnerstag, 29. Juni 2023, Kobersdorf

10:30 – 12:30 Panel III: Jüdisches Leben und seine Zerstörung 1938 (I)
Chair: Alfred Lang, Burgenländische Forschungsgesellschaft

Archivdokumente burgenländischer Jüdinnen und Juden in Wien
Susanne Uslu-Pauer, Archiv der IKG Wien

Das Niemandsland: Flucht und Erfahrung zwischen Grenzen
Michal Frankl, Masaryk-Institut und Archiv der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, Prag

Austrian Jewish refugees in Hungary after the „Anschluss“ (en.)
Kinga Frojimovics, Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien, Wien

Reflexionsrunde

12:30 – 13:30 Mittagspause

13:30 – 15:30 Panel IV: Jüdisches Leben und seine Zerstörung 1938 (II)
Chair: Dieter Szorger, Amt der Burgenländischen Landesregierung - Hauptreferat Kultur und Wissenschaft

"...Als ins Exil gingen
Väter und Söhne...".
Über Rabbiner Simon Goldberger und den 20. April 1938

Johannes Reiss, Österreichisches Jüdisches Museum, Eisenstadt

Die Hachschara-Lager im Osten Österreichs
Janina Böck-Koroschitz, Institut für Jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten

Das Drama an der Donau. Die Vertreibung der Juden aus Kittsee, Pama und Gols 1938
Alfred Lang, Burgenländische Forschungsgesellschaft

Reflexionsrunde

15:30 – 16:00 Kaffeepause

16:00 - 17:00 Next Generation – Zeitzeugen der zweiten Generation
Gert Tschögl im Gespräch mit
Nachkommen vertriebener burgenländischer Jüdinnen und Juden:

John Dutton, USA/Österreich (Familie Rosenfeld Neusiedl am See)
James R. Moser, USA/Österreich (Familie Moser Parndorf)
Rosie Rothstein, Schweden (Familie Rothstein Güssing)

17:00 Uhr Ausklang

17:45 Uhr Abfahrt Sammeltaxi zum Bahnhof Deutschkreutz

Die Vorträge des Symposiums sind kostenlos zugänglich.

Information:
Michael Schreiber, Bgld. Forschungsgesellschaft,
michael.schreiber@forschungsgesellschaft.at

Veranstalter:
Amt der Burgenländischen Landesregierung
Abteilung 7 – Bildung, Kultur und Wissenschaft
Europaplatz 1, 7000 Eisenstadt
www.burgenland.at

Burgenländische Forschungsgesellschaft
Fachbereich Zeitgeschichte und politische Bildung
Domplatz 21, 7000 Eisenstadt
www.forschungsgesellschaft.at

In Zusammenarbeit mit Misrachi Österreich
www.misrachi.at

Konzept und Idee:
Mag. Dieter Szorger, Amt d. Bgld. Landesregierung, Hauptreferatsleiter Kultur und Wissenschaft, dieter.szorger@bgld.gv.at
Alfred Lang, BA, Bgld. Forschungsgesellschaft, Fachbereichsleitung Zeitgeschichte und politische Bildung, alfred.lang@forschungsgesellschaft.at

Organisation:
Mag.a Jasmin Karnutsch, Amt d. Bgld. Landesregierung, Abteilung 7 - Bildung, Kultur und Wissenschaft, jasmin.karnutsch@bgld.gv.at
Klaudia Fritz, Amt d. Bgld. Landesregierung, Abteilung 7 - Bildung, Kultur und Wissenschaft, klaudia.fritz@bgld.gv.at
Michael Schreiber, Bgld. Forschungsgesellschaft, Fachbereich Zeitgeschichte und politische Bildung, michael.schreiber@forschungsgesellschaft.at

Impressum:
Burgenländische Forschungsgesellschaft | Research Society Burgenland
Domplatz 21, 7000 Eisenstadt
Telefon: 02628 66886| E-Mail: office@forschungsgesellschaft.at

Flucht Vertreibung Emigration

FILME ZUR ZEITGESCHCHTE in der ehemaligen Synagoge Kobersdorf
10., 17. und 24. Oktober 2022, ehemalige Synagoge Kobersdorf, Schlossgasse Kobersdorf

Alle Filmvorführungen bei kostenlosem Eintritt

Programm Montag, 10. Oktober 2022, 19:00

Das erste Jahrhundert des Walter Arlen
Dokumentarfilm von Stephanus Domanig
AUT/USA 2018
Länge 91 min
PLAESION Film + Vision
Deutsche Fassung

Als Komponist kam der 1920 in Wien geborene Walter Arlen erst spät zu Ehren. Denn den größten Teil seines beruflichen Lebens arbeitete der 1939 von den Nazis aus seiner Heimatstadt Wien in die USA vertriebene Jude als Musikkritiker der „L.A. Times“. Erst seit Mitte der 1980er Jahre bringt er seine eigenen Kompositionen, in denen er oftmals die Schrecken der Nazizeit verarbeitet, der Öffentlichkeit zu Gehör. Der österreichische Regisseur Stephanus Domanig porträtierte den mittlerweile 102-jährigen Künstler mit dem sehr guten Gedächtnis unter anderem bei einem Besuch am Schauplatz der alljährlichen Sommerfrische der Familie in der familieneigenen Villa in Bad Sauerbrunn.
Die Bgld. Forschungsgesellschaft führte 2002 für ihr Zeitzeugenarchiv ein Interview mit Walter Arlen.

Programm Montag, 17. Oktober 2022, 19:00

Atlantic Drift. Die Irrfahrt der Atlantic
Dokumentarfilm von Michel Daëron
AUT/FRA/IRL 2002
Länge 88 min
Extrafilm
Deutsch (voiceover), Französisch, Englisch, Hebräisch mit deutschen Untertiteln

Mehrere tausend Menschen aus Wien und Preßburg suchen die Donau ab und lauern den raren Booten auf, die sie vor den Nazis retten können. Unter den Verzweifelten befindet sich die siebzehnjährige Ruth, die in ihrem Tagebuch die Chronik des letzten Transports der Atlantic aufzeichnet. An Bord drängen sich 2000 jüdische Flüchtlinge, die drei Monate lang auf dem Schwarzen und dem Mittelmeer in der Hoffnung umherirren, das Gelobte Land zu erreichen. Als die Atlantic schließlich im Dezember 1940 in Palästina ankommt, werden die Flüchtlinge, die sich während ihrer Fahrt Krankheit und Tod gegenübersahen, von den britischen Behörden, die weit davon entfernt sind helfen zu wollen, nach Mauritius deportiert.
Die Bgld. Forschungsgesellschaft führte 2022 für ihr Zeitzeugenarchiv ein Interview mit Michael Riegler (Frauenkirchen) und 2005 mit Meir Figdor (Steinbrunn), die beide auf Mauritius waren.

Programm Montag, 24. Oktober 2022, 19:00

Geheimsache Ghettofilm
Dokumentarfilm von Yael Hersonski
ISR/DEU 2010
Länge 88 min
Belfilms LTD
Deutsche Fassung

Im Mai 1942, zwei Monate vor Beginn der Massendeportationen in das Vernichtungslager Treblinka, reist ein Filmteam einer NS-Propaganda- Einheit in das Warschauer Ghetto. Die Aufnahmen zeigen Straßenszenen, Handel, aber auch überfüllte Wohnhäuser und die katastrophalen Lebensbedingungen. Besonders inszeniert wird dabei der Gegensatz zwischen einer vermeintlichen reichen Oberschicht und einer im Elend lebenden Unterschicht des Ghettos, um so antisemitische Stereotype wie Geiz oder Habgier zu bedienen.
Die Regisseurin Yael Hersonski stellt den im Deutschen Bundesarchiv aufbewahrten Rohschnitt des nationalsozialistischen Propagandafilms ins Zentrum ihres Dokumentarfilms und zeigt die Aufnahmen erstmals in voller Länge. Sie fragt nach dem Auftraggeber und nach dem Ziel der Aufnahmen. Die Rohfassung des Films ohne Tonspur galt jahrzehntelang als authentisches Archivmaterial. Doch mit Hilfe von Zeitzeugenberichten und Outtakes, die in den 1990er Jahren wieder aufgefunden wurden, deckt Hersonski auf vielschichtige Weise die manipulative Wirkung des Propagandamaterials auf. Sie entlarvt die Methoden der Inszenierung, etwa durch Kameraführung oder durch gezielte Verhaltensanweisungen an die im Film gezeigten Personen, und hinterfragt konsequent die historische Realität. So wird offensichtlich, wie wichtig eine kritische Auseinandersetzung auch mit vermeintlich authentischen historischen Quellen ist.

Die Filme sind kostenlos zugänglich.
Bei allen Veranstaltungen müssen die gesetzlich gültigen COVID-19-Maßnahmen eingehalten werden.

Veranstalter:
Amt der Burgenländischen Landesregierung
Abteilung 7 – Bildung, Kultur und Wissenschaft
Europaplatz 1, 7000 Eisenstadt
www.burgenland.at

Burgenländische Forschungsgesellschaft
Fachbereich Zeitgeschichte und politische Bildung
Domplatz 21, 7000 Eisenstadt
www.forschungsgesellschaft.at

Konzept und Idee:
Mag. Dieter Szorger, Amt d. Bgld. Landesregierung, Hauptreferatsleiter Kultur und Wissenschaft, dieter.szorger@bgld.gv.at
Alfred Lang, BA, Bgld. Forschungsgesellschaft, Fachbereichsleitung Zeitgeschichte und politische Bildung, alfred.lang@forschungsgesellschaft.at

Organisation:
Mag.a Jasmin Karnutsch, Amt d. Bgld. Landesregierung, Abteilung 7 - Bildung, Kultur und Wissenschaft, jasmin.karnutsch@bgld.gv.at
Klaudia Fritz, Amt d. Bgld. Landesregierung, Abteilung 7 - Bildung, Kultur und Wissenschaft, klaudia.fritz@bgld.gv.at
Michael Schreiber, Bgld. Forschungsgesellschaft, Fachbereich Zeitgeschichte und politische Bildung, michael.schreiber@forschungsgesellschaft.at

Impressum:
Burgenländische Forschungsgesellschaft | Research Society Burgenland
Domplatz 21, 7000 Eisenstadt
Telefon: 02628 66886| E-Mail: office@forschungsgesellschaft.at

Synagogen als materielles und immaterielles Kulturerbe

SYMPOSIUM aus Anlass der Wiederöffnung der Synagoge Kobersdorf
9. – 10. Juni 2022, ehemalige Synagoge Kobersdorf, Schlossgasse Kobersdorf

Die Teilnahme ist kostenlos.

Programm Donnerstag, 9. Juni 2022

13:00 Uhr Begrüßung und Eröffnung

13:15 Vom Mittelalter in die Gegenwart – Jüdische Architektur in Europa als (Welt)kulturerbe
Simon Paulus, Institut für Architekturgeschichte, Universität Stuttgart
Der Vortrag wird live zum Symposium zugeschaltet

14:00 – 16.00 Panel I: Synagogen als materielles und immaterielles Erbe – Kobersdorf
Chair: Michael Schreiber, Burgenländische Forschungsgesellschaft

Die Renovierung der Synagoge Kobersdorf als architektonische Aufgabe
Anton Meierhofer, Architekt

Die Renovierung der ehemaligen Synagoge Kobersdorf als denkmalpflegerische Aufgabe
Peter Adam, Landeskonservator Burgenland, Bundesdenkmalamt

Die Synagoge als Ort jüdischer Religiosität
Schlomo Hofmeister, Landesrabbiner für das Burgenland, Israelitische Kultusgemeinde Wien

Reflexionsrunde

16:00 – 16:30 Kaffeepause

16:30 – 18:30 Jüdisches Kobersdorf: Von der Synagoge über das jüdische Viertel zum jüdischen Friedhof
Führung mit Erwin Hausensteiner, Lokalhistoriker
Herren bitte mit Kopfbedeckung (Friedhof)

19:00 Uhr Abfahrt Sammeltaxi zum Bahnhof Wulkaprodersdorf

Programm Freitag, 10. Juni 2022

10:15 – 12:00 Panel II: Nutzung von Synagogen und jüdischem Kulturerbe nach 1945
Chair: Ursula Mindler-Steiner, Institut für Geschichte der Universität Graz

Synagogen als Ort von Wissenschaft und Forschung am Beispiel INJÖST
Martha Keil, Institut für jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten

Die museale Nutzung der Synagoge am Beispiel Augsburg
Barbara Staudinger, Jüdisches Museum Wien

Reflexionsrunde

12:00 – 13:00 Mittagspause

13:00 – 15:00 Panel III: Synagogen und jüdisches Kulturerbe im ländlichen Raum in Österreich
Chair: Petra Herzceg, Burgenländische Forschungsgesellschaft

Synagogen in der Steiermark
Gerald Lamprecht, Centrum für jüdische Studien, Universität Graz

Synagogen in Niederösterreich
Christoph Lind, Institut für Jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten

Synagogen im Burgenland
Alfred Lang, Burgenländische Forschungsgesellschaft

Reflexionsrunde

15.00 – 15.30 Kaffeepause

15.30 - 17.00 Podiumsdiskussion: Jüdisches Kulturerbe in Österreich: Gegenwart und Zukunft
Moderation: Rainer Rosenberg, Rundfunkjournalist und Universitätslektor

Gerald Lamprecht, Centrum für jüdische Studien, Universität Graz
Hannah Lessing, Nationalfonds der Republik Österreich
Christoph Lind, Institut für Jüdische Geschichte Österreichs, St. Pölten
Paul Mahringer, Abteilung für Denkmalforschung, Bundesdenkmalamt

17:00 Uhr Ausklang

17:30 Uhr Abfahrt Sammeltaxi zum Bahnhof Wulkaprodersdorf

Die Vorträge des Symposiums sind kostenlos zugänglich.
Bei allen Veranstaltungen müssen die gesetzlich gültigen COVID-19-Maßnahmen eingehalten werden.

Information:
Michael Schreiber, Bgld. Forschungsgesellschaft,
michael.schreiber@forschungsgesellschaft.at

Veranstalter:
Amt der Burgenländischen Landesregierung
Abteilung 7 – Bildung, Kultur und Wissenschaft
Europaplatz 1, 7000 Eisenstadt
www.burgenland.at

Burgenländische Forschungsgesellschaft
Fachbereich Zeitgeschichte und politische Bildung
Domplatz 21, 7000 Eisenstadt
www.forschungsgesellschaft.at

Konzept und Idee:
Mag. Dieter Szorger, Amt d. Bgld. Landesregierung, Hauptreferatsleiter Kultur und Wissenschaft, dieter.szorger@bgld.gv.at
Alfred Lang, BA, Bgld. Forschungsgesellschaft, Fachbereichsleitung Zeitgeschichte und politische Bildung, alfred.lang@forschungsgesellschaft.at

Organisation:
Mag.a Jasmin Karnutsch, Amt d. Bgld. Landesregierung, Abteilung 7 - Bildung, Kultur und Wissenschaft, jasmin.karnutsch@bgld.gv.at
Klaudia Fritz, Amt d. Bgld. Landesregierung, Abteilung 7 - Bildung, Kultur und Wissenschaft, klaudia.fritz@bgld.gv.at
Michael Schreiber, Bgld. Forschungsgesellschaft, Fachbereich Zeitgeschichte und politische Bildung, michael.schreiber@forschungsgesellschaft.at

Impressum:
Burgenländische Forschungsgesellschaft | Research Society Burgenland
Domplatz 21, 7000 Eisenstadt
Telefon: 02628 66886| E-Mail: office@forschungsgesellschaft.at